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Tag 11, TORREMEJIA, 15,7 km
Gleich zu Anfang noch ein Nachtrag zu gestern Abend: wir hatten endlich genügend wilden Spargel gesammelt, dass Johanne ein leckeres Abendessen zubereiten konnte: Der heutige Tag begann für mich mit 4 km Straße-Laufen, um nach der gestrigen Unterbrechung auf den Camino zurück zu kommen. Dabei habe ich ein Plakat fotografiert, das mittlerweile überall in dieser
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Tag 10, ALMENDRALEJO, 17,5 km
Die heutige Strecke war mit Abstand die ödeste, langweiligste der letzten Zeit. Selbst die Autorin meines Wanderführers schreibt: „Hier gibt es nichts zu beschönigen: Dies ist eine ausgesprochen öde Etappe. Über Stunden verläuft sie ab VILLAFRANKA durch flache Weinfelder und Olivenplantagen. Extreme Nervenstärke ist auf der über 12 km wie mit dem Lineal gezogenen schnurgeraden
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Tag 9, VILLAFRANCA DE LOS BARROS, 18 km
Wenn man mich hier aussetzen würde, ohne mir zu sagen wo – ich käme mir absolut wie in unserer Toskana vor: hügelige Landschaft, Olivenhaine und viele Weinfelder. Natürlich gibt es auf den zweiten Blick einige Unterschiede: die Pueblos sind weiß getüncht, und eine Mandelblüte gibt es in der Toskana eher weniger: Auch die Tierherden sind
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Tag 8, ZAFRA, 15 km
Ich gebe zu, dass ich bei der Wahl meiner Wanderkleidung an diese Temperaturen nicht gedacht hatte! – Aber wenigstens scheint die Sonne und die eisigen Nordwinde haben sich etwas abgeschwächt. Auf dem Weg zu meinem heutigen Startpunkt (8 km entlang der Straße habe ich mir „geschenkt“) begegnete uns dann (zum wiederholten Male) die Skulptur der
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Tag 7, FUENTE DE CANTOS, 21,8 km
Heute fiel mir das Loslaufen noch schwerer als sonst: das Wetter war unwirtlich, mit 5,8° sehr kalt, dazu starker Wind und Regen. Doch als ich erst einmal auf dem Weg war, brachte ich die ersten 6 km erstaunlich schnell hinter mich. Und ich habe tatsächlich Spuren von anderen Pilgern im Schlamm entdeckt (in sieben Tagen
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Tag 6, MONESTERIO, 12 km
11°C, die Wolken hängen tief, später soll es regnen. Etwas netter hätte uns die autonome Gemeinschaft EXTREMADURA schon begrüßen können! Die Hauptstadt MÈRIDA spielte vor 2.000 Jahren eine wichtige Rolle und war im römischen Imperium die zweitgrößte Stadt nach Rom. Heute leben hier mehr von den berühmten iberischen Schweinen als Menschen! Der Camino verläuft hier
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Tag 5, EL REAL DE LA JARA, 14 km
Da es in ALMADÈN eine „Schinkenfabrik“ gibt, haben wir heute früh verschiedene Sorten des weltberühmten iberischen Serrano-Schinkens gekauft, darunter natürlich auch den Jamon serrano bellota. Bei dieser Sorte leben die Schweine das ganze Jahr hindurch in den Eichenhainen und ernähren sich hauptsächlich von Eicheln. Zum Glück haben die iberischen Schweine nichts mit Wildschweinen gemeinsam und
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Tag 4, irgendwo in der DEHESA, 0 km
Unser Stellplatz ist einfach zu schön, das Wetter wechselhaft und kalt, meine Beine bitten um „Gnade“ … also haben wir beschlossen, einen Tag Pause einzulegen. DEHESA ist der spanische Begriff für beweidete Eichenhaine (Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen). Heute Morgen besuchten uns gleich zwei riesige, aber freundliche Herdenschutzhunde. In dieser Gegend werden seit über 2000 Jahren
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Tag 3, ALMADÈN DE LA PLATA, 17 km
Heute fühle ich mich vom Hals abwärts wie ein einziger wandelnder Muskelkater! Dabei habe ich mir 14 Kilometer entlang einer öden Autostraße erspart und bin mit Johanne im WoMo mitgefahren. Dafür wurde die folgende Strecke zu einem Wander-Hochgenuss. Zunächst bin ich mit Johanne und Thora zusammen durch weitläufige Korkeichen-Wälder gewandert: Diese Bäume gibt es nur
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Tag 2, CASTILBLANCO DE LOS ARROYOS, 17,5 km
Heute ging es gegen 9 Uhr los, gleich zu Beginn musste ich mir einen alternativen Flussübergang suchen, da die Furt über den RIVERA DE HUELVA überflutet war. Nach zwei hässlichen Kilometern an einer Straße ging es endlich in die Berge. Zuerst durch endlose Mandarinenplantagen, dann durch Olivenplantagen. Und was fand ich da am Wegesrand …
