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Tag 4: Partestugan
Es prasselt die ganze Nacht ununterbrochen weiter auf das Zeltdach. Das Zelt ist dicht, doch was mir Sorgen macht: ich kann stundenlang nicht einschlafen, obwohl ich hundemüde bin. Endlich schlafe ich ein, nur um gegen 05.40 wieder wach zu sein. Das Herausklettern aus dem Zelt in den strömenden Regen und die schon wartenden Mücken ist
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Tag 3: Irgendwo im Wald
Ich habe halbwegs gut geschlafen, jetzt geht es über einen Gebirgszug nach AKTSE. Auch wenn allmählich Regen einsetzt, bin ich erstaunlich guter Dinge. Auch meine Kraft wird stärker. Oben angekommen, empfängt mich ein angenehmes Hochfjäll mit Rentieren. Nur der Abstieg zur AKTSESTUGAN ist heftig (und nicht gut für mein Knie). Aber endlich komme ich an
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Tag 2: SITOJAURE nach AKTSE
Nach einer unruhigen Nacht, in der entweder andere Ankömmlinge oder der Darm meinen Schlaf zunichte gemacht haben, wandere ich noch vor sechs Uhr weiter. Das Wetter ist schön, ich genieße die endlose Weite. Ich wandere stetig bis zum nächsten Horizont, und muss an den Song von Udo Lindenberg denken: „hinterm Horizont gehts weiter, immer weiter
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Tag 1: SALTOLUOKTA nach SITOJAURE
In KEBNATS steige ich aus dem WoMo, lasse mich von einem Motorboot auf die andere Seite des Sees bringen, um mich in der SALTOLUOKTA Fjällstation bei der STF (Svenska TuristFöreningen = schwedischer Wanderverein) anzumelden und meinen Mitgliedausweis verlängern zu lassen. Hier erwartet mich eine böse Überraschung: ich erfahre, dass sämtliche Hütten auf dem nördlichen Kungsleden
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Ich bin zurück vom KUNGSLEDEN
Gestern habe ich KVIKKJOKK erreicht und nach fünf Tagen in der Wildnis konnte Johanne mich wieder aufnehmen. Gleich vorweg: ich werde den Weg in diesem Jahr nicht weitergehen können! Die letzten fünf Tage waren für mich – abgesehen vom Einzelkämpferlehrgang -die härtesten meines Lebens und haben mich – körperlich und mental – mehrmals überfordert. Die
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Jetzt geht`s los
Morgen steige ich in den Trail ein. Zwar tut mir mein operiertes Knie weiterhin mehr oder weniger weh, meine Kondition ist unterirdisch – aber ich will endlich meinen Traum wahr werden lassen! Allerdings fange ich nicht – wie ursprünglich geplant – in ABISKO an, sondern erst in SALTOLUOKTA. Der Grund: am Wochenende habe ich erfahren,
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JUKKASJÄRVI
Mit diesem Platz verbinden uns wunderschöne Erinnerungen (aus glücklicheren Zeiten, als unser erster Hund TINKER und unser Sohn BJARNE noch lebten). 2010 standen wir hier in der Nähe von KIRUNA bei schönstem Sommerwetter und haben tolle Sachen erlebt: In JUKKASJÄRVI haben wir damals ein „Eishotel“ besichtigt: das gesamte Hotel besteht (im Winter) aus purem Eis
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Zuhause in Schweden
Auch wenn es verrückt klingt: wir sind noch keine Stunde in (Nord-)Schweden, haben aber das subjektive Gefühl, alles hier sei für uns vertrauter als Norwegen und Finnland! Die E 45 sind wir in unserem Leben schon über zwanzig Mal gefahren (wenn auch nicht immer soweit im Norden), die Landschaft ist abwechslungsreicher als in Finnland, wenn
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Endlose Taiga
Seit drei Tagen fahren wir auf der „955“, einer wenig befahrenen und auf 90 km nicht asphaltierten Landstraße mit gefährlichen Schlaglöchern Richtung KIRUNA in Schweden. Da wir unser Gefährt nicht verlieren wollen, sind mehr als 50 km/h nicht möglich. Gestern haben wir eine 14 km Wanderung zu einer traditionellen Rentier-scheidungsanlage gemacht. Hier werden im Herbst
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Abschied von Norwegen
Wir sind etwas wehmütig gestimmt: gestern haben wir Norwegen verlassen und die Grenze nach Finnland überschritten. Vorbei die Zeit der spektakulären Kulissen mit Bergen, Gletschern, Fjorden … stattdessen unendliche, einförmige Taiga, unterbrochen nur dann und wann von einsamen Waldseen. Auf der anderen Seite: endlich wieder bessere Straßen, viel weniger Wohnmobile, endlich wieder Radio-Empfang (Norwegen hat
