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Erster Test für den KUNGSLEDEN
Heute habe mir vorgenommen, mein operiertes Knie zu testen, ob ich mir die 450 km des nördlichen KUNGSLEDEN zutrauen kann. Noch ohne Gepäck, habe ich 10 km in der Wildnis zurückgelegt. Und dann traf ich noch auf ein Mahnmal, dass an unsere eigene deutsche Geschichte erinnern soll: Erstes Resümee meiner kleinen Wanderung: Alles steht auf
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Am Ende der (freien) Welt
Die beiden letzten Tage haben wir an der russischen Grenze verbracht. Wohl aus Sicherheitsgründen gibt es dort keine Internetverbindung, daher berichten wir erst heute. In diesem flachen Fluss tummeln sich Tausende von (Buckel-)Lachsen, man hätte sie mit dem Netz fangen können – aber erstens ist das Angeln für Nicht-Norweger verboten und zweitens hätte ein Meter
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SAMI – die letzten überlebenden Ureinwohner Europas
Seit jetzt schon einer Woche zeigt der arktische Sommer, dass er auch anders kann als heiß und sonnig: Die Temperaturen gehen auch tagsüber nicht über 9 ° hinaus, es ist ständig dunkel und grau (sei es vom Nebel oder „nur“ von der tiefhängenden Wolkendecke), dazu bläst ein rauer Nordwind … arktische Tristesse im Juli! Auf
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Abenteuer KÖNIGSKRABBE
In der Barentsee in den 60er Jahren von sowjetischen Wissenschaftlern ausgesetzt, hat sich diese Krabbenart massiv vermehrt. Die größten Exemplare haben eine Spannweite von 170 cm (!). Mittlerweile sind sie ein Exportschlager in alle Welt. Im Fischerörtchen BUGOYNES haben auch wir sie probiert. Resümee: mit dem entsprechenden „Werkzeug“ leicht zu knacken, leckeres Fleisch – aber
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VARDOE – eine Stadt im Niedergang
Im 13. Jahrhundert gegründet, entwickelte sich diese Stadt zum Zentrum des Handels mit den POMOREN, wie die Bewohner des weißrussischen Meeres genannt werden. Mit der russischen Revolution kam der Handel in kürzester Zeit komplett zum Erliegen, mit dem (vorläufigen) Ende des Kalten Krieges wurden die NATO-Streitkräfte reduziert, und die Wirtschaftskrise 2009 machten großen Teilen der
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Ein Tag „Urlaub“
Wir haben einen traumhaft schönen Platz gefunden, einsam zwischen Meer und Bergen gelegen, neben uns plätschert ein Bach (der uns mit Trinkwasser versorgt), der Strand liefert uns Feuerholz für das mitternächtliche Lagerfeuer, das Wetter ist ein letztes Mal sonnig und warm … wir haben beschlossen, hier einen Urlaubstag einzulegen! Ab und zu bekommen wir einheimische
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HAMNINGBERG
Waren wir in GAMVIK auch am nördlichsten Punkt unserer Reise, so fühlen wir uns hier allerdings tatsächlich wie „am Ende der Welt“. Schon die Anreise war ein (anstrengendes) Abenteuer: eine einspurige Straße, immer wieder Gegenverkehr, viele Rentiere (die meinen, die Straße gehöre ihnen allein) … Etwas Trauriges noch zu unserem letzten Stellplatz nahe einer Möwenkolonie:
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250 km zum Tierarzt, 50 km zur Apotheke
Thora hat sich vor zwei Tagen den rechten Vorderlauf verstaucht und humpelt stark. Einheimische erzählten uns, dass der nächste Tierarzt erst in 250 km erreichbar sei. Also haben wir Thora erst einmal mit Ibuprofen versorgt, was aber bei Hunden riskant ist. Gestern sind wir dann 50 km zur nächsten Apotheke gefahren. Das entsprechende Tierpräparat hätte
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N71°05´26.2″
Wir haben die BARENTSEE und mit VADNESODDEN den nördlichsten Punkt Europas erreicht, den man noch mit dem Auto erreichen kann! Noch höher liegt nur KINNARODDEN, das aber eine über 8-stündige Wanderung erfordern würde. Entfernung zum NORDPOL: 2.100 km; nach Hause: 2.800 km! Erstaunlich, dass hier oben noch Menschen leben (es gibt allerdings mehr Rentiere als
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Einsame Stille
Unser Weg an das nördliche Ende unseres Kontinents führt uns durch endlose Steinwüsten mit vielen kleinen Seen und kaum Vegetation. Von den vielen Rentieren, die es hier geben soll, haben wir noch keine zu Gesicht bekommen. Alle 20 Minuten kommt ein Auto vorbei, ansonsten hört man nur den Wind in den eigenen Ohren.
