-
Tag 51, BANDEIRA, 17 km
Heute war nicht mein Tag: schon beim Aufstehen merkte ich, dass irgendetwas mit mir nicht stimmt. Den ganzen Tag habe ich jetzt schon das Gefühl, als ob ein Infekt im Anmarsch ist. Das Gehen fiel mir schwer, jeder Kilometer dehnte sich – gefühlt – ins Unendliche. Und das zwei Tagesetappen vor dem Ziel! Trotzdem bin
-
Tag 50, LALÌN, 14,6 km
Heute entspanntes Wandern, überwiegend gute Wege, bei kühlem, aber heiterem Wetter. Jetzt sind es noch 50 km bis Santiago de Compostela. Thora tue ich bei Strecken über 10 km wohl keinen Gefallen: Herdenschutzhunde sind doch eher gemütliche Riesen! Auf den letzten Kilometern musste ich sie ganz schön motivieren, damit sie mit mir Schritt hält.
-
Tag 49, COTELAS, 0 km
Weil es heute fast dauerhaft regnet, meine Regenkleidung leider nicht perfekt ist (ich hätte meine Skandinavien-Ausrüstung mitnehmen sollen), und ab morgen Sonnenschein angekündigt ist, lege ich heute eine Wanderpause ein. Stattdessen will ich mich heute endlich über den JAKOBUS-KULT auslassen, was ich in den letzten Wochen darüber gelesen habe, worüber ich mich mit anderen Pilgern
-
Tag 48, A GOUXA, 11 km
Heute gab es in Galizien glatt mal eine Regenpause. Und so hatten Thora und ich eine herrliche Wanderung durch die Landschaft mit einigen Bergdörfern. Übrigens kann man den Pilgerweg auch per Boot, per Fahrrad, oder … auf einem Pferd zurücklegen: Nachdem die „Berghündin“ (Mutter war Pyrenäen Berghund) ausreichend zu tun hatte, kam auch die „Wasserhündin“
-
Tag 47, MONASTERIO DE OSEIRA, 9 km
Die heutige Etappe haben wir bewusst so kurz gewählt, damit wir am Nachmittag an einer Führung durch das berühmte Zisterzienserkloster teilnehmen konnten. Und durch die kurze Strecke konnte ich THORA mitnehmen auf den Camino. Zunächst ging es durch Wälder, wobei es viele Wasserläufe zu überqueren galt. Ab der Höhe von 600 Metern ging es weiter
-
Tag 46, CEA, 21,7 km
Nach Überquerung des (Hochwasser-führenden) Flusses MINO und einem sehnsüchtigen Blick auf die THERMEN von OUTARIZ wartete die schlimmste Steigung des ganzen bisherigen Caminos auf mich: 21 % Steigung über 3 km! Danach ging es durch die galizischen Eichenwälder in gewohnter Weise weiter: mal bergauf, mal bergab, mal trocken, mal matschig. Nach 6 Stunden war das
-
Tag 45, OURENSE, 23 km
Als ich heute Morgen durch ALLARIZ gewandert bin, habe ich mich spontan in diesen Ort verliebt: ein komplett restaurierter mittelalterlicher Stadtkern, viele kleine lebendige Geschäfte, eine römische Brücke, und ein munterer Fluss … wir kommen wieder!!! Danach ging es wieder in die Wälder, entlang einiger (zum Teil aufgegebener) Bergdörfer, wo mir viele alte (aber auch
-
Tag 44, ALLARIZ, 21,5 km
Hurra, es gibt sie noch: die SONNE! Die ersten 10 km verliefen dröge auf Asphalt, dabei konnte ich in den Dörfern viele verlassene Häuser sehen so wie dieses: GALIZIEN gehört zu den ärmsten Regionen Spaniens, über 300.000 Galizier leben im Ausland. Von Fischerei und Ackerbau allein kann kein Wohlstand kommen. Und Tourismus – abgesehen von
-
Tag 43, XINZO DE LIMIO, 21,3 km
Nein, der Ort liegt nicht in China. Das „X“ wird wie ein tiefsitzendes „ch“ ausgesprochen. Heute habe ich eine Variante gewählt, die zwar länger ist, sich aber unter 1.000 Höhenmetern und somit unter der Schneefallgrenze hält. Die Strecke hat mir ausgesprochen gut gefallen, ohne den ständigen Regen wäre sie sogar traumhaft gewesen: Die zu bewältigenden
-
Tag 42, VERIN, 8,6 km
Heute wäre fast der letzte Pilgertag für mich gewesen. Aber Eines nach dem Anderen: Am Morgen wachten wir bei 1° C und Schneegraupel auf. Meine Laune war im Keller, und meine Hoffnung, bei diesem Wetter den PADORNELO-PASS (1.352 m) zu bezwingen, ging gegen NULL. Immerhin habe ich es versucht. Entlang der N-525 ging es stetig
