Es gießt, und gießt, und gießt …


Seit 24 Stunden Dauerregen. Einige Zeltplätze auf dem Campingplatz sind abgesoffen.

Was liegt an solch einem Tag näher, als eine der nördlichsten Whisky-Destillerien Schottlands (bzw. der Orkneys) zu besuchen.

die SCAPA DESTILLERY; gegründet 1895

Die Führung fand auf Schottisch statt, einer Sprache, die nur entfernt an Englisch erinnert (ein Kanadier meinte zu mir, er habe auch nur die Hälfte verstanden).

Die Grundbestandteile von SINGLE MALT WHISKY sind Gerste, Malz, Hefe und Wasser. Die Brennerei verbraucht vier Tonnen Gerste pro Woche!

Hier die Entwicklungsschritte von schottischem Whisky, – nach dem speziellen Mahlverfahren der Gerste …

der Maischetank,, wo Malz und Gerste mit heißem Wasser vermischt werden …
die Gärtanks (washbacks), wo die Hefe den Zucker in Alkohol verwandelt …
die Destillation in kupfernen Brennblasen, wo der „Rohbrand“ entsteht …
die Reifung in Eichenfässern (oft ehemalige Sherryfässer)

Das Ergebnis kann bis zu 15.000 GBP pro Flasche einbringen:

Die Whisky-Verkostung fand vor der traumhaften Kulisse von SCAPA FLOW statt:

SCAPA FLOW, da war doch was??! Richtig, – unsere (Kriegs-)Geschichte ist eng mit dieser Bucht verbunden:

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs versenkten sich am 21.06.1919 über 52 Schiffe der Kaiserlichen Deutschen Kriegsmarine in dieser Bucht selbst.

Im Zweiten Weltkrieg drang das deutsche U-Boot U 47 in den Flottenstützpunkt ein und versenkte das britische Schlachtschiff HMS ROYAL OAK (gegenüber der Destillerie).

Auch wenn wir keine Whisky-Freunde sind, – ein „Schnäppchen“ in Höhe von 72 GBP musste es dann doch sein:

12 Jahre im Sherryfaß gereift, schmeckt nach Schokolade und hat 61 Vol.%

Mittags haben wir – laut Reiseführer – an einem der besten Imbisse Schottlands gegessen, dem „Snak Pot“ in Kirkwall: „dirty chips with pulled pork, bacon, vinegar and garlic mayo“ (Pommes mit gezupftem Schweinefleisch und Schinken, mit Essig und Knoblauch-Mayonnaise) – KÖSTLICH!