Unser Tagesablauf im Wohnmobil


Jeder kennt die schönen Werbefilme von caravaning.de, in denen die Camper selig strahlend vor dem WoMo in der Sonne sitzen, ein Glas Aperol Spritz in der Hand …

Sicher gibt es diese Momente. Dass aber das Reisen mit dem Wohnmobil fast mehr Haushaltsarbeit bedeutet als zuhause … das kennen nur die, die selber mit einem WoMo verreisen.

Heute will ich euch unseren typischen Tagesablauf zeigen [wenn ihr auf den nachfolgenden Bildern „Produktplazierungen“ findet, heißt das nicht, dass wir Werbung für diese Produkte machen. Wir haben schon Angebote erhalten, wollen unseren Reiseblog aber nicht mit nerviger Werbung verschandeln lassen].

Unser Wecker rappelt um 08 Uhr (alle, die noch arbeiten – bitte weghören). Als erster stehe ich auf, um unseren morgendlichen Cappuccino zuzubereiten [bis ich fertig bin, müssen Johanne und Thora in ihren Betten bleiben; sich im WoMo bewegen sollte immer nur eine Person, und schon gar nicht ein Hund]:

Seit es die genialen Gas-Cappuccino-Bereiter von BIALETTI nicht mehr auf dem Markt gibt, bereiten wir den Espresso getrennt vom Milchschaum zu. Für den Milchschaum benutzen wir einen NESPRESSO Aeroccino [für den notwendigen 230V-Strom haben wir uns extra einen Wechselrichter einbauen lassen].

Nachdem THORA ihr Futter bekommen hat, geht`s – noch im Morgenmantel – mit Cappuccino und Hund nach draußen:

heute empfing uns dieser Ausblick …
… Sturm, Regen und Sonne

Danach pflegen Johanne und ich ein Ritual, das wir schon im Berufsleben gelebt haben: wir spielen eine Runde „Die SIEDLER von CATAN“ (als Würfelspiel):

Anschließend bereitet Johanne das Frühstück zu, während ich meist den nächsten Fahrtabschnitt erarbeite (Wettersituation, Sehenswürdigkeiten, Park- und Übernachtungsmöglichkeiten). Hierzu braucht es unseren Reiseführer WOMO-REISEFÜHRER „Entdeckertouren mit dem Wohnmobil PELOPONNES“, dann die Apps „wetteronline.de“ und „park4night„:

Nach Beendigung des Frühstücks nimmt sich Johanne den Abwasch vor, während ich im Bad verschwinde [nochmals: zwei Personen können im WoMo nicht gleichzeitig hin und her „wuseln“!]:

Wenn ich angezogen bin, wechseln wir: Johanne geht ins Bad, und ich trockne das Geschirr ab, räume es akkurat [!!! – sonst während der Fahrt Bruch] in die Schränke ein. Es folgt das Staubsaugen und die Entsorgung der Toilette:

aus Platzgründen nur ein Handstaubsauger, geht leider auf den Rücken

Unsere Wäsche sammeln wir nicht, wir waschen täglich, was gerade anfällt:

… sofern das Wetter mitspielt, sonst im Bad

Wenn wir Zugang zu Trinkwasser haben, bereitet Johanne mit dem SODASTREAM etliche Flaschen Mineralwasser zu [leider schmeckt das Wasser im Süden oft nach Chlor):

Während Johanne sich anzieht und das WoMo abfahrbereit macht (Antenne runterfahren, Hubstützen einfahren, Schränke akkurat kontrollieren [eine nicht korrekt verschlossene Schublade führt bei den nächsten Kurven zwangsläufig zur Katastrophe], sämtliche freiliegenden Gegenstände verstauen), gehe ich mit THORA „Gassi“.

Kurz vor Verlassen des Stellplatzes wird noch Trinkwasser gebunkert und das Grauwasser entsorgt.

Auf der Fahrt sucht uns das Navi den nächsten Supermarkt und die nächste Tankstelle heraus (die uns hoffentlich auch Autogas gibt).

Erst nach all diesen Routinen beginnt die eigentliche Weiterfahrt.

UFF!!!