
Schroffe, steile Berge, die Dörfer wirken allesamt wie Burgen und Befestigungen – nicht ohne Grund:
Auf der MANI herrschte jahrhundertelang die ausgeprägteste und grausamste Form der Blutrache. Stritten sich zwei Clans, wurde solange gekämpft und gemordet, bis ein Clan bis auf den letzten Menschen abgeschlachtet war.
Daher war jedes Haus, jedes Dorf wie eine Festung ausgebaut. Besonders auffällig sind die Wehrtürme, von denen man die Feinde besonders gut angreifen konnte:


Als ich vor 40 Jahren das erste Mal die MANI besucht habe, bestanden die Dörfer fast nur noch aus Schutt und Trümmern, fast alle jungen Menschen waren ausgewandert (viele in die USA). In den 60er-Jahren soll es militärische Aktionen des griechischen Staats gegeben haben, um die Manioten zu „bändigen„.


Bis heute wurden viele Häuser und ganze Dörfer für den Tourismus restauriert:


Hätten wir heute morgen gewusst, welch enge und kurvige „Sträßchen“ uns erwarten, hätten wir den Weg wahrscheinlich nicht begonnen (manchmal mussten entgegenkommende Fahrzeuge die Spiegel einklappen, damit wir aneinander vorbei kamen!)
Für die Nacht haben wir uns einen stürmischen „Naturplatz“ ausgesucht, der einen traumhaften Blick versprach:

Im Internet schrieben viele vor uns, dass sie Besuch von Schafen und Ziegen bekamen. Wir aber bekamen diesen niedlichen Besuch:


Leider kamen am Abend ein paar Manioten mit ihren Kleinwagen vorbei und forderten (Schutz-) Geld, damit wir hier übernachten „dürften„. Wir weigerten uns und sind weiter gefahren.
Griechenland sammelt so immer mehr Minuspunkte als Reiseziel für uns Wohnmobilisten!